Speiseröhren-Krampfadern: Ösophagusvarizen erkennen und behandeln | FOCUS.de

Speiseröhren-Krampfadern: Ösophagusvarizen erkennen und behandeln

| von

Krampfadern in der Speiseröhre sind die Folge einer Leberzirrhose und bleiben lange unbemerkt. Erst wenn es lebensbedrohlich wird, weisen sie Symptome auf. Lesen Sie mehr darüber, wie Sie Krampfadern in der Speiseröhre erkennen und behandeln.



Krampfadern in der Speiseröhre - Entstehung und Symptome

Um die Behandlung der Krampfadern zu verstehen, muss man wissen, wie es zu den Krampfadern kommt. Krampfadern in der Speiseröhre sind meist Folgen einer Leberzirrhose. Dabei ist der Blutfluss der Leber gestört. Das Blut staut sich vor der Leber und sucht sich einen anderen Weg. Über die Magenvenen gelangt das Blut schlussendlich in der Speiseröhre.

  • Die Gefäße der Speiseröhre sind allerdings sehr dünn. Sie halten dem hohen Druck des Blutes aus der Leber kaum stand. Die dünnen Gefäße weiten sich zunehmend, bis sich daraus Krampfadern bilden. Bei einem zu starken Blutdruck reißt die Gefäßwand in der Speiseröhre und es kommt zur Blutung.  
  • Die Betroffenen brechen dann meist Blut. Wenn das Blut durch den Magen in den Darm gelangt, verfärbt es sich und Folgen davon sind teerartiger, dunkler Stuhlgang. Das Blutbrechen ist meistens das erste Symptom, welches Betroffene wahrnehmen.
  • Der Betroffene erlebt meist einen hypovolämischen Schock. Die Haut erscheint kühl und blass. Fällt der Blutdruck noch weiter ab, kann es zu Bewusstseinsstörungen kommen. Die Atmung wird zunehmend flacher.
  • Die Betroffenen werden immer kraftloser. Es besteht absolute Lebensgefahr. Der Notarzt sollte sofort gerufen werden


Ösophagusvarizen behandeln

Der Nachweis der Krampfadern erfolgt über eine Magenspiegelung. Dabei werden Krampfadern festgestellt, wenn der Schlauch mit Kamera die Speiseröhre hinunter geschoben wird. 

  • Als Vorsorge kann der Arzt die Krampfadern veröden. Dabei wird ein Mittel in die Venen geführt, das die Verklebung von innen bewirkt. Durch diese Venen fließt folglich kein Blut mehr und es kann nicht mehr zu einer Blutung kommen. 
  • Alternativ werden die Krampfadern mit Gummibändern abgebunden und damit vom Blutzufluss abgebunden. 
  • Wenn es bereits zu einer Ösophagusvarize gekommen ist, werden dem Patienten viel Flüssigkeit und Bluttransfusionen verabreicht. Zudem werden Blut stillende Mittel eingesetzt. Gleichzeitig versucht man, die Adern zu veröden oder abzubinden. 
  • Dieser Artikel ersetzt keineswegs die Diagnose eines Arztes. Bei ähnlichen Beschwerden sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. 
Wird Blut bei Krampfadern aus der Speiseröhre erbrochen, sollten Sie sofort den Notarzt rufen.
Wird Blut bei Krampfadern aus der Speiseröhre erbrochen, sollten Sie sofort den Notarzt rufen.
(Bild: Pixabay/Ingo Kramarek)

Videotipp: So finden Sie Ihre Blutgruppe heraus

So finden Sie Ihre Blutgruppe heraus

Im nächsten Tipp erfahren Sie, was bei Krampfadern an den Beinen hilft