Freistellung vom Unterricht: In diesen Fällen ist sie erlaubt | FOCUS.de

Freistellung vom Unterricht: In diesen Fällen ist sie erlaubt

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Eine Freistellung vom Unterricht ist trotz Schulpflicht in Deutschland möglich. Gründe kann es dafür viele geben: Krankheitsfall, Familienereignis oder ein anderer Glaube. Erfahren Sie hier wie Sie die Befreiung von der Schule beantragen.



Freistellung vom Unterricht: Im Krankheitsfall

Wollen Sie oder Ihr Kind eine Freistellung vom Unterricht aufgrund von Krankheit bewirken, müssen Sie einige Regelungen beachten.

  • So muss eine Befreiung vom Unterricht eines minderjährigen Kindes immer von einem Sorgeberechtigten erfolgen.
  • Ist Ihr Kind krank, dann rufen Sie im Sekretariat an und befreien Sie Ihr Kind vom Unterricht. Informieren Sie die Schule, wenn die Erkrankung anhält und das Kind länger von der Schule fernbleiben muss.
  • In manchen Fällen muss das Kind dann einen ärztlichen Nachweis über den Krankheitsfall oder die Verletzung vorzeigen. Auf jeden Fall müssen Sie aber ein ärztliches Attest zeigen, wenn die Befreiung durch Krankheit auf den Tag einer Prüfung fällt.
  • Fühlt sich Ihr Kind während eines Schultages unwohl und möchte nach Hause, muss dieses sich am Sekretariat melden, Sie anrufen und von einer Person über 18 Jahre abgeholt werden. Die Schulbereifung müssen Sie als Elternteil dann unterschreiben.


Freistellung vom Unterricht: Besondere Anlässe

Neben dem Krankheitsfall gibt es immer mal wieder wichtige Anlässe, die eine Befreiung vom Unterricht bedürfen.

  • Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Todesfall in Ihrer Familie auftritt.
  • Findet ein familiäres Ereignis statt wie Beerdigung, Hochzeit, Taufe oder Konfirmation können Sie eine Unterrichtsbefreiung veranlassen.
  • Ebenso Grund für eine Schulbefreiung kann die Teilnahme an einem Wettbewerb sein. Darunter fallen sowohl Sport- als auch Musik-, naturwissenschaftliche oder technische Wettkämpfe.
  • Im Falle eines Schüleraustausches, auch wenn Sie diesen selbstständig ohne die Schule organisiert haben, erteilt die Schule eine Befreiung des Unterrichts.
  • Jede Befreiung müssen Sie dem Klassenleiter schriftlich vorlegen. Den Antrag müssen Sie mindestens zwei Tage vor dem Fehlen im Unterricht abgeben.
  • Im Antrag müssen Sie den Namen des Kindes, dessen Klassen, den Zeitraum und die Begründung für das Fehlen nennen. Sie müssen die Form datieren und unterschreiben.
Eine Freistellung vom Unterricht kann nur ein Erziehungsberechtigter erstellen oder ein erwachsener Schüler
Eine Freistellung vom Unterricht kann nur ein Erziehungsberechtigter erstellen oder ein erwachsener Schüler Bild: Pixabay/Free-Photos

Befreiung von Sport-und Religionsunterricht

Neben der Befreiung von einem ganzen Schultag können Sie Ihr Kind auch von einzelnen Schulstunden befreien. Der Sport- und Religionsunterricht ist hiervon oft betroffen.

  • Leidet Ihr Kind zum Beispiel an körperlichen Einschränkungen oder einem erhöhten Verletzungsrisiko, welche einige Sportarten oder Sport an sich unmöglich machen, können Sie Ihr Kind mit einem Arztattest davon befreien.
  • Handelt es sich um eine Befreiung aufgrund des Glaubens Ihres Kindes, unterscheiden sich die Regelungen je nach Bundesland. Oft reicht schon eine von Ihnen verfasste Erklärung aus. In anderen Ländern und Fällen kann es aber andere Formalitäten bedürfen.
  • Der Schulleiter wird Ihnen bei den Formalitäten für die Abmeldung vom Religionsunterricht helfen. Die Abmeldung ist gesetzlich erlaubt. Hier gilt die Glaubensfreiheit. Ihr Kind kann dann in der Regel das Fach Ethik besuchen.

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Im nächsten Artikel lesen Sie was Sie tun, wenn Ihr Kind ein Schulverweigerer ist.